Arzneimittelprüfung

Die Arzneimittelprüfung am Gesunden bildet die Grundlage der Kenntnisse über die homöopathischen Arzneien.
Um festzustellen, welche Symptome eine Arznei erzeugen kann, ist jede Substanz an gesunden Menschen geprüft worden. Dabei werden nicht nur die körperlichen Symptome festgehalten, sondern auch die psychischen und geistigen Abweichungen vom vorherigen Zustand. Die Arzneimittelprüfungen werden nach genau definierten Kriterien durchgeführt.
Das Rohmaterial der homöopathischen Arzneistoffe entstammt aus dem Pflanzenreich, wie zum Beispiel:

Globoli

  • Calendula (Ringelblume)
  • Belladonna (Tollkirsche)

oder aus dem Mineralreich, wie

  • Arsen
  • Silicea (Kieselsäure)
  • Calcium carbonicum (Austernschale)

aber auch aus dem Tierreich, wie zum Beispiel

  • Sepia (Tintenfisch)
  • Lachesis (Buschmeisterschlange)
  • Bufo (Kröte)

 

Potenzieren

Stark giftige Substanzen, wie der Eisenhut oder Belladonna brachten Hahnemann auf die Idee, seine Mittel immer stärker zu verdünnen, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Doch mit der Verdünnung allein wirkten die Mittel nicht mehr. Er begann die Fläschchen zu schütteln, bzw. schlug sie mit kräftigen Schlägen auf ein Lederbuch. Dabei stellte er fest, dass die Heilkraft zunahm. Die Homöopathie nennt diesen Vorgang potenzieren, d.h. durch das Verdünnen und Schütteln werden die Heilkräfte aufgeschlossen und können sich so energetisch richtig entfalten.

Bei Belladonna C30 z.B. wurde die Ausgangssubstanz 1 :100 verdünnt. C steht für Centesimalpotenzen, d.h. eine Verdünnung von 1:100, die Zahl hinter dem Buchstaben gibt an, wie oft der Vorgang von Verdünnung und Verschüttlung wiederholt wurde. Rein chemisch kann das Mittel im Körper nicht mehr nachgewiesen werden. Nur die Information dieses Mittels bleibt übrig und wird vom Körper aufgenommen. Der Körper spürt den Impuls der Arznei und nimmt ihn als Reiz für die Selbstheilung auf.